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Landingpage

Landingpage und was Selbstständige darüber wissen sollten

Es gibt keine zweite Chance auf den ersten Eindruck. Und dieser entscheidet, ob Surfer den Inhalt einer Website anschauen, oder davonsurfen. Wie gestaltet man nun diesen ersten Eindruck?

Früher nannte man die Landingpage einfach: Startseite. Doch mit dem neuen Namen kam auch ein neues Konzept. Die alte Startseite hat oft so ausgehen: Ein kleines Foto, eine Menüleiste und der Text: Willkommen auf meiner Webpage. Wenn wir das auf einen Werbespot im Fernsehen übertragen, dann steht am Anfang jemand da und sagt: “Wilkommen bei unserem Werbespot. Wir zeigen ihnen jetzt unser Produkt.” Die letzten 10 Sekunden dienen dann der Werbung. Funktioniert nicht? Natürlich.

Ähnlich ist es bei einer Website. Besucherinnen entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder gehen. In diesen Sekunden wollen sie etwas bekommen. Und das ist kein Willkommensgruß mit Menüauswahl.

Die Gretchenfrage lautet: Was willst Du von Deinen Besucherinnen? Die Antwort “sie informieren” gilt nicht. Denn vom Informieren hast du nichts. Du willst eine Veränderung erzielen. Du willst, dass sie eine Handlung setzen. Du willst, dass sie dich jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt buchen, deine Dienstleistung in Anspruch nehmen, dein Produkt kaufen. Darum geht es.

Wenn Dir das so bewusst wird, ist auch klar, dass du nicht irgendetwas auf deine Website geben kannst. Sondern etwas, dass die Besucherinnen dazu bewegt, die gewünscht Handlung zu setzen.

Du brauchst dazu eine Botschaft. Du musst den Besucherinnen sowohl sagen, was sie tun sollen aber vor allem warum sie es tun sollen. Oft schreiben Dienstleister auf ihrer Landingpage:

Ich mache XYZ.

XYZ ist eine Methode, die A, B und C macht.

Du kannst mich hier kontaktieren, wenn das für dich richtig ist.

Wenn wir diese Sätze mit dem Absatz vorher vergleichen, sehen wir: Da passt etwas nicht. Der Beispieltext macht einen immer wieder vorkommenden Fehler. Er nimmt die Perspektive des Autoren ein. Auf diese Weise sagt die Website, dass es hier um den Betreiber geht. Das ist aber nicht optimal. Gut ist es, wenn es auf der Seite um die Bedürfnisse der Besucherinnen geht. In einem Werbespot geht es auch nicht um den Hersteller. Sondern um die Menschen, die das Produkt nutzen.

Daher ist der Text effektiver, wenn er diesem Muster folgt:

 Du hast die Situation A, B und C.

Ich hätte dafür eine Lösung, nämlich XYZ.

Die hilft bei A mit x, bei B mit y und bei C mit z.

Ich habe schon viel Erfolg mit XYZ erreicht, weil

Kontaktiere mich um herauszufinden, ob XYZ auch für dich super ist.

Das ist alles, was Dienstleisterinnen auf ihrer Startseite … äh Landingpage brauchen. Das muss nun jeder ausformulieren. Dabei gilt: je kürzer, desto besser. Auf der Landingpage steht alles, was Besucherinnen wissen müssen um genug Interesse zu bekommen, weiterzulesen oder im besten Fall dich sofort zu kontaktieren.

Folgende Handlungsanweisungen werden am häufigsten gesetzt:

  • Kontaktiere mich per Mail oder Telefon
  • Buche direkt meine Leistung
  • Hinterlasse Deine E-Mail Adresse für einen Newsletter oder ein E-Book
  • Kaufe in meinem Shop

Wenn Du alle vier setzt ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Benutzerinnen keiner folgen. Dann ist es zu verwirrend. Im minimalen Fall braucht deine Landingpage also diese Dinge:

  • Die Botschaft
  • Die Handlungsanweisung mit deutlichem Link oder Button
  • Links zum Weiterlesen und zum Kontakt
  • Ein Foto, auf dem man dein Gesicht erkennt
  • Ein Foto, auf dem man dich beim Arbeiten sieht (optional)

Checkliste: Beliebte Fehler auf Landingpages

  • Kein Text, kein relevanter Inhalt
  • Zu viel Text (keine Erklärungen auf Landingpages)
  • Text der nicht auf die Handlung ausgerichtet ist (Was willst Du von mir?)
  • Zu lange Sätze und Absätze. In. der. Kürze. liegt die Würze.
  • Ich-zentriert statt auf Bedürfnisse der Besucherinnen fokussiert.

Bilder: pim pic / Shutterstock.com