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Warum Selbstständige KEIN Logo brauchen

Die Wünsche unserer Kundinnen kamen fast immer in dieser Reihenfolge: 1. Website. 2. Visitenkarten. 3. Logo.

Unsere Antwort: 1: Ja.  2: Ja. 3: Nein. Hier ist warum.

Ein Logo hat zwei Aufgaben zu erfüllen. Zuerst soll es die „Marke“ des Produkts visualisieren. Beispiel: der World Wildlife Fund – WWF hat als Logo einen schwarz-weißen Panda. Die Marke zeigt: hier geht’s um seltene Tiere. Die Marke des Sportschuh-Herstellers Puma hat eine springende Großkatze als Logo. Die Marke signalisiert: mit diesen Schuhen bist du schnell wie ein Puma.

 

Du bist also selbstständig im Dienstleistungsbereich: Therapeutin, Coach, Beraterin. Was ist deine Marke? Du selbst. Der Unterschied zwischen dir und jemand anderen, der das gleiche anbietet ist deine Persönlichkeit. Jetzt kann es nicht mehr überraschen, was deine Marke am besten zeigt, was das Unverwechselbarste an dir ist: dein Gesicht. Dein Logo ist dein Gesicht. Also lass ein gutes Portrait von dir anfertigen und gib es auf deine Website und deine Visitenkarte.

Es gibt noch einen zweiten Grund, warum Du kein Logo brauchst. Es kann nämlich seinen wichtigsten Zweck für dich nie erfüllen. Ich werfe jetzt ein paar Namen hin: Coca Cola, Nike, Apple, McDonalds. Dir fallen sofort die Logos dazu ein. Das ist ihr Zweck: Du sollst den angebissenen Apfel sehen und sofort an die das tolle Produkt dazu denken. Du sollst den Nike-Swoosh sehen und sofort an die Coolness des Schuhs denken. Das Zauberwort ist: sofort. Logos wirken, weil uns eine Emotion vorgaukeln noch bevor wir Zeit hatten, den Inhalt zu reflektieren. Das funktioniert nur, wenn wir dieses Logo permanent, jeden Tag aufs Neue sehen und es mit einer Botschaft verknüpft wird. Das ist die Aufgabe der Werbung. Es uns immer wieder zu zeigen.

Das werden Selbstständige nie erreichen. Also sollten sie es auch gar nicht erst probieren.

Warum werden dann doch immer wieder Logos für Coaches und Co. gebastelt? Na von irgendwas müssen Grafikerinnen ja leben. Und wenn Dich dieser Text dennoch nicht davon abhält, eine Logo zu wollen gibt’s hier ein paar Tipps dazu:

  • Das Logo kann aus diesen Elementen bestehen: 
  • Bild, Name, Schriftart für den Namen, Farbe(n)
  • Logos sind oft Kombinationen aus Bild und Name und sind am besten, wenn sie auch getrennt funktionieren
  • Das einfachste Logo ist einfach nur Dein Name in einer passenden Schriftart (siehe dazu das Logo von Chester links oben)
  • Auf http://www.1001freefonts.com findest Du eine Auswahl an kostenlosen Schriftarten. (Ja, normalerweise muss man auch dafür bezahlen)
  • Wähle die Farbe, die Dir entspricht. Da Du mehrere Millionen zur Auswahl hast, ist es gut, sie zu reduzieren. Hier findest Du eine Grafik der sogenannten Pantone Farben. http://rhymeandreasondesign.com/blog/rhyme-and-reason-culture/world-pantone-full-color/ Klick auf die große Grafik und suche dir was Passendes aus
  • Das Bild. Das Bild steht für das, was du tust. Ein Wort. Ein Bild. Für die Visitenkarte unserer Grinberg-Kundin Johanna Matula haben wir ein Wort gefunden, dass Grinberg für sie symbolisiert: Füße. So war das Bild klar. 
  • Finde Dein Wort und dann geh auf http://www.freepik.com und suche dir eine passende einfache Grafik aus. Färbe sie ein, stelle sie neben den Namenstext und fertig ist das ganz einfache Logo. 

Bilder: Zamurovic Photography / Shutterstock.com